Schokoriegel einer Mutter

Wie schaffen es Mütter bloß doch?

Dieses Frage stellen sich viele Mütter. Wie habe ich diesen Tag überleben können? Am Ende eines Nervenzusammenbruchs und dann schlafen sie doch. Man will sie an die Wand nageln, brüllt “Yeter, es reicht” und auf einmal sitzen sie doch ganz ruhig am Tisch. Man ist kurz davor sich selbst einzuschließen, damit man nicht die Kinder einschließt und macht es dann auch. Ja, es gibt diese Momente. Jede Mutter die mir etwas anderes erzählt, kann ich wirklich nicht ernst nehmen. Ich habe schon häufig gesagt bekommen, “wie schaffst du das bloß mit drei so kleinen Kindern?” Meine Antwort ist jedes Mal dieselbe “Ich weiß es nicht! Jeder Tag, den sie ohne große Unfälle überleben, gesund sind bin ich wirklich einfach Dankbar”. Seien es die Arztgänge, die sich in der Winterzeit quasi türmen. Jede Woche einmal zum Arzt ist hier schon fast normal. der Mittlere freut sich schon, weil er dort spielen kann :D. Egal wo egal wann ich habe fast immer einen veganen Schokoriegel in der Tasche. Die Marke sage ich jetzt nicht.

Drogenbeschaffung im Drogeriemarkt

Neulich stehe ich dann im Drogeriemarkt und will meine Drogen beschaffen. Ich bin im Einkaufsparadies aller Frauen, stehe an der Kasse, alle Kinder fangen auf einmal aus dem Nichts an zu Schreien, die Kassiererin fragt mich: “Ach, was ist denn jetzt los?” Ich nehme einen Schokoriegel den ich gerade erwerbe in die Hand stecke ihn in die Tasche und flüstere ihr beim Bezahlen zu, “und den esse ich jetzt heimlich ganz alleine im Auto!” Die Verkäuferin kugelt sich vor lachen und mein Mann grinst. Diese Momente, ach ja.

Mittlerweile bin ich ziemlich in der Yoga&Meditationswelt angekommen und versuche jetzt auf diesem Weg zur Ruhe zu kommen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Der Griff zum Riegel oder auch zur Tüte Chips wenn ich richtig sauer bin, ist doch manchmal nochmal Thema. Wir haben halt alle unsere Laster 🙂

Meine Hilfsmittel zur Stärkung in schwachen Momenten…

  • Atmen. Ja. Nicht nur die Mutter sondern auch das Kind.
  • Schokoriegel für ganz schwache Momente
  • Kürbiskerne essen (So wie die Türken, Russen, etc. nur sollte man hier seine Schalen nicht auf den Spielplätzen rumwerfen)
  • Lavendelöl in eine Duftlampe
  • Weihrauch-Räucherstäbchen zum Vertreiben der bösen Geister 😀
  • Ablenken (entweder die Kinder oder sich selbst)
  • Aus der Situation raus gehen (Ich bin nicht mehr da, ich habe mich sogar schon ins Klo eingeschlossen bei richtigem Affenzirkus)

Kritikpunkte?!

Es gibt bestimmt auch einige, die Kritik an diesen Punkten finden. Fein. Ich habe die Erfahrung gemacht, das gerade Menschen die in sozialen Berufen arbeiten (Sozialpädagogen, Erzieher) sehr gerne unsere Familie quasi “auseinander” nehmen. Seien es nun Vorurteile aufgrund von Stereotypen (Esst ihr Schweinefleisch, geht deine Tochter auch mit dem Papa baden, etc.). Schlussendlich haben uns diese Prüfungen immer mehr zusammen geführt. Hier habe ich aber meistens keinen Schokoriegel gebraucht sondern eine lange Meditation der Dankbarkeit. Denn soviel negative Energie kriegt man wirklich am Ende nur so los. Danke lieber Gott für diese Erkenntnis. Eyvallah :).

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